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Bestellungen von Dekoartikel und Zylindern

Bestellungen von Dekoartikel und Zylindern für den Schüttenhoff

 

Bestellungen SchuettenhoffHier finden Sie die Bestelliste 

für:

  • Zylinder
  • Fahnen
  • Banner
  • Papierfähnchen
  • Wimpelgirlanden
  • Schüttenhoff T-Shirts und Poloshirts 

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Tel. 05552 91099
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Schüttenhoff aktuell

Spenden für 1. Bestemann und 1. Besteknecht

Information für alle, die am Umtrunk und/oder Frühstück beim 1. Bestemann bzw. 1. Besteknecht teilnehmen:

Ab sofort können die Beiträge bei den beiden Würdenträgern abgegeben werden.

1. Bestemann 1. Besteknecht
Heiko Fette
Zwischen den Brücken 1a
Keno Kahle
Im Büh 1

Es werden Sach- und Geldspenden angenommen.

 


Information für Unterstützer des Dorster Schüttenhoffs

Für alle, die den Jubiläumsschüttenhoff 2017 mit einem Beitrag unterstützen möchten, hier noch einmal unsere Bankverbindung:

Schüttenhoff-Gesellschaft Dorste
Volksbank im Harz

IBAN DE12 2689 1484 1080 2940 01
BIC GENODEF1OHA

 


Schüttenhoff-Filmteam sucht "filmenswerte" Ereignisse

Das Filmteam möchte in diesem Jahr auch Szenen aufnehmen, die sich eher im Hintergrund des Schüttenhoffs abspielen. Dabei geht es insbesondere um Vorbereitungen Einzelner oder von Gruppen auf das Fest (z.B. Üben, Trainieren, Basteln, Bauen, Schmücken, Feiern und so weiter), aber auch um Bemerkenswertes während der Festtage.

Bitte direkt dem Filmteam unter Tel. 05551/3229, einem Mitglied des Komitees oder hier entsprechende Ereignisse bzw. Veranstaltungen mitteilen. 

 

Tipps für Teilnehmer und Gäste

Mitmachen - aber richtig!

Schüttenhoff lebt vom Mitmachen... Aber wie? Vom einfachen Zuschauen über geselliges Beisammensein bis zur Teilnahme am traditionellen Schießen ist alles möglich! Hier finden Sie nützliche Tipps, um den Schüttenhoff in jeglicher Hinsicht "richtig" zu feiern.

Locker und ungezwungen: DER FESTLICHE ABEND
Von vielen schlicht als "Kommers" bezeichnet. Obwohl es diesen Begriff traditionell beim Schüttenhoff nicht gibt, drückt er genau das aus, was am Pfingstsamstag ab 19 Uhr in der Festhalle stattfindet: "ein aus besonderem Anlass abgehaltener abendlicher Umtrunk in feierlichem Rahmen". Hier werden Grußworte gehalten, Vorträge rund um den Schüttenhoff dargeboten und Ehrungen vorgenommen. Zwischendurch gibt es Unterhaltungsmusik vom Feuerwehrmusikzug Dorste. Der ideale Rahmen, um sich in "Schüttenhoff-Stimmung" versetzen zu lassen.

Nichts für Langschläfer: DER WECKRUF
Ab 6 Uhr morgens gibt es am Pfingstsonntag, am Pfingstmontag und am Sonntag nach Pfingsten einen musikalischen Weckruf für die Aktiven des Schüttenhoffs (u.a. für Schirmherrin, Komitee, Offizium). Tipp: Wenn es das Wetter zulässt, bei gekipptem Fenster schlafen, damit man nichts verpasst.

Spassig und unkompliziert: DIE TANZABENDE
Am Pfingstsonntag, Pfingstmontag und am Sonntag nach Pfingsten wird ab 20 Uhr in der Festhalle getanzt. Da trifft man sich ganz ungewungen in der Festhalle oder auf dem Festplatz - egal, ob nun zum Tanz, auf ein paar Getränke, für nette Gespräche oder für alles zusammen. Hier ist einfach jeder willkommen. Und einen "Dresscode" gibt es nicht.

Mittendrin und voll dabei: UMZUG IM BATAILLON
An den drei Hauptfesttagen (Pfingstsonntag, Pfingstmontag und Sonntag nach Pfingsten) finden jeweils Umzüge statt. Die Anfangszeiten und Teilnehmer sind dem Programm zu entnehmen. Sofern man keine besondere Aufgabe beim Schüttenhoff wahrnimmt und auch nicht in einer Fußgruppe oder auf einem Festwagen am Großen Festumzug teilnimmt, kann man in einem der drei BATAILLONE mitmarschieren:

1. Bataillon (Männerbataillon):
für verheiratete Männer bzw. Männer im "fortgeschrittenen" heiratsfähigen Alter,

2. Bataillon (Junggesellenbataillon):
für unverheiratete männliche Einwohner ab Konfirmationsalter (14 Jahre),

3. Bataillon (Frauenbataillon):
für alle Frauen ab Konfirmationsalter (14 Jahre).

Am Pfingstsonntag treten alle drei Bataillone um 12.00 Uhr am Schießhaus an. Anschließend ist Umzug und Umtrunk in den Quartieren der Männer, Junggesellen und Frauen.
Am Pfingstmontag treten das 1. und 2. Bataillon um 09.30 Uhr am Schießhaus an. Anschließend ist Frühstück in den Quartieren der Männer und Junggesellen. und Festumzug. Für alle, denen ein Mitmarschieren im Großen Festumzug schwerfällt, gibt es übrigens einen Festwagen mit Sitzmöglichkeiten!
Am Sonntag nach Pfingsten holt das Frauenbataillon nach dem Kirchgang die "Jungfrauen" aus dem Dorf ab. Anschließend ist um 11.30 Uhr das traditionelle Frühstück in der Festhalle.

Zwei ganz wichtige Hinweise:

1. Wer mit dem 1. oder 2. Bataillon am Umtrunk und Frühstück beim 1. Bestemann bzw 1. Besteknecht teilnimmt, entrichtet vorher traditionell seinen Beitrag. Angehörige des 1. Bataillons tun dies beim 1. Bestemann (Heiko Fette, Zwischen den Brücken 1a) und Angehörige des 2. Bataillons tun dies beim 1. Besteknecht (Keno Kahle, Im Büh 1). Der Beitrag kann als Geld- oder Sachspende entrichtet werden.

2. Die Kleiderordnung in den Bataillonen ist klar geregelt: Die Männer des 1. Bataillons tragen einen dunklen, vorzugsweise schwarzen Anzug, helles, vorzugsweise weißes Hemd, dunkle Krawatte und einen schwarzen Zylinder. Die Junggesellen des 2. Bataillons tragen dunkle Hose, weißes Hemd und schwarzen Zylinder. Die Frauen des 3. Bataillons tragen ebenfalls dunkle Hose, weißes Hemd/weiße Bluse und schwarzen Zylinder.
Alle Bataillionsangehörigen tragen einen Gehstock, der an der Spitze mit Blumen geschmückt ist!

Der Kern des Festes: DAS SCHIESSEN
Beim Schüttenhoff darf jeder schießen - nur nicht auf jede Scheibe:
Das Schießen auf die
Bestemann-Scheibe ist den männlichen, verheirateten Dorstern vorbehalten.
Auf die
Besteknecht-Scheibe schießen alle männlichen, unverheirateten Dorster ab Konfirmationsalter (14 Jahre).
Und auf die
Geldscheibe darf jedermann/jedefrau ab Konfirmationsalter schießen. Wie der Name schon sagt: Für die besten Schützen gibt es geldwerte Preise.
Schießzeiten sind am Pfingstsonntag von 15 bis 17.30 Uhr und am Pfingstmontag von 14.30 bis 16.30 Uhr.

Auf die Besteknecht-Scheibe wird zusätzlich am Sonntag vor Pfingsten zwischen 16 und 18 Uhr geschossen.
Geschossen wird mit Kleinkaliber-Gewehren auf dem 50m-Schießstand des Schießhauses (am Sportplatz).

Last but not least: DIE GROSSEN FETEN
Die beiden absoluten Highlights in Sachen Feiern und Unterhaltung sind

  • die Feier nach dem Großen Festumzug am Pfingstmontag in der Festhalle von 15 bis ca. 17 Uhr und
  • das traditionelle Schüttenhoff-Frühstück am Sonntag nach Pfingsten in der Festhalle ab 11.30 Uhr.

Allerletzter Hinweis:
Wer den Junggesellen einen Gefalllen tun möchte, stellt am Sonntag nach Pfingsten vormittags einige Eier vor die Haustür. Das erleichtert das traditionelle "Eierklauen" enorm. Gab es doch früher mehr Hühner als Einwohner in Dorste...

 

 

Die Buren & Zimmerleute

Die Buren

Alexander Haase
Falko Jäger
Maximilian Jahnke
Marian Armbrecht
Jonas Schmidt
Eike Römermann

 

Die Zimmerleute

Denis Mylius
Manoel Kahle
Björn Armbrecht
Maximilian Stramer
Daniel März 
Kevin Peters
Christian Haase
Marvin Wiese
Michael Schlodder

Die Buren & Zimmerleute

Die BurenBurenAushang

Alexander Haase
Falko Jäger
Maximilian Jahnke
Marian Armbrecht
Jonas Schmidt
Eike Römermann

 

Die Zimmerleute

Denis Mylius
Manoel Kahle
Björn Armbrecht
Maximilian Stramer
Daniel März 
Kevin Peters
Christian Haase
Marvin Wiese
Michael Schlodder

Schützensektion

Die Schützensektion 2017

 

 

Andreas Nackunstz

Wachhabender
  S andi  
         
Achim Dix S achim   Hartmut Koch S hartmut
Holger Washausen S holger   Ralph Klages S ralph
Uwe Melching S uwe   Klaus-Uwe Dunemann S klausuwe
Oliver Klages S oliver   Uwe Vihs S uwevi
Arnd Jäger S arnd   Frank Armbrecht S frank
Uwe Kurschatke S uweku   Rolf Bierwirth S rolf
Lars Tetzlaff S lars   Volker Dix S volker
Lutz Wächter S lutz   Sven Helmold S sven
Karsten Roddewig S karsten   Christian Neitzel S christian

Das Offizium

Das Offizium 2017

 

Männer-Offizium  J dirk   J michael   J ulf

Oberst

Dirk Brand

 

Major

Michael Schmidt

 

Spieß

Ulf Jäger

         
Frauen-Offizium  J susanne   J angelika    J petra

Hauptmann

Susanne Hoffmeister

 

Oberleutnant

Angelika Strey

 

Leutnant

Petra Rott

         
Junggesellen-Offizium  J gerrit   J kevin    J tim

Hauptmann

Gerrit Armbrecht

 

Oberleutnant

Kevin Ernst

 

Leutnant

Tim Eickmann

Die Ärzte & Sanitäter

 

 

Ärzte J sve   J stefan  

Oberstabsarzt

Sven von Einem

 

Stabsarzt

Stefan Eberhardt

 
       
Sanitäter J jan   J roy  

Sanitäter

Jan Bergmann

 

Sanitäter

Roy Kühne

 
       

Die neue Schützenordnung

 

Schützenordnung für den Dorster Schüttenhoff


Nachdem Seine Königliche Majestät von Großbritannien und Kurfürstliche Durchlaucht von Braunschweig und Lüneburg den Dorfschaften die Haltung der Schüttenhöfe allergnädigst im Jahre 1742 wiederum gestattet hat, wurde die alte Grubenhagensche Schützenordnung erneuert. Sie lautet in der Neuauflage von 2013:

 

§ 1
Jeder Einwohner der Ortschaft Dorste sollte am Schüttenhoff teilnehmen und hat die dafür erforderlichen Auslagen zu entrichten.

§ 2
Jeder, der am Schießen teilnehmen will, meldet sich bei den Schützenmeistern oder deren Beauftragten.

§ 3
Verheiratete Männer schießen auf die Bestemannscheibe, Junggesellen schießen auf die Besteknechtscheibe.
Verwitwete und geschiedene Männer sind den Verheirateten gleichzustellen.

§ 4
Für das Schießen auf die Bestemann- oder Besteknechtscheibe sind nur Schützen zugelassen, die ihren Wohnsitz in der Ortschaft Dorste haben.

§ 5
Jeder zugelassene Schütze kann höchstens drei Schuss auf die Scheibe abgeben. Gewertet wird der beste Schuss. Fehlschüsse dürfen nicht wiederholt werden.

§ 6
Sollte jemand durch körperliche Gebrechen nicht in der Lage sein, auf die Bestemannscheibe zu schießen, so kann er einen anderen für sich schießen lassen. Diese Person muss Dorster Einwohnerin oder Dorster Einwohner sein und muss den Schützenmeistern vorab angezeigt werden. Sie ist anschließend nicht mehr berechtigt, für einen anderen auf die Bestemannscheibe zu schießen.
Über die Zulässigkeit des Schießens in Vertretung entscheiden die Schützenmeister.

§ 7
Nach alter Tradition wird das Bestemannschießen durch die Schirmherrin oder den Schirmherrn des Schüttenhoffs eröffnet. Darauf folgen die Mitglieder des Schüttenhoff-Komitees in der Reihenfolge des letzten Schüttenhoffs und die Schützen gemäß Eintrag im Schießbuch.

§ 8
Die zum Schüttenhoff aufgelegte Geldscheibe kann jede(r) erringen. Gewertet wird der beste Satz (1 Satz = 3 Schuss). Es können beliebig viele Sätze nachgelöst werden.

§ 9
Jeder Schütze unterliegt den Richtlinien des Deutschen Schützenbundes und den gesetzlichen Vorschriften über das Verhalten auf Schießständen.
Schützen, die sich ungebührlich aufführen oder stark angetrunken sind, dürfen nicht schießen und werden des Schießstandes verwiesen.

§ 10
Es ist den Schützen untersagt, beschossene Scheiben in die Hand zu nehmen. Nach Beendigung des Schießens sind die Scheiben unverzüglich den Schützenmeistern oder deren Beauftragten zu übergeben.
Bei Zuwiderhandlung ist eine von den Schützenmeistern willkürlich zu bestimmende Strafe fällig.

§ 11
Die Auswertung der Schießergebnisse obliegt ausschließlich den Schützenmeistern und deren Beauftragten. Die Entscheidungen sind nicht anfechtbar und von jedem Schützen zu akzeptieren.

§ 12
Die Bekanntgabe der neuen Würdenträger erfolgt am Nachmittag des 2. Pfingsttages öffentlich.
Der Gewinner der Geldscheibe wird am Sonntag nach Pfingsten während des Frühstücks bekannt gegeben.

§ 13
Die Schützenmeister halten für jeden der acht Würdenträger und den Gewinner der Geldscheibe eine entsprechende Scheibe vor.

§ 14
Derjenige, der das Kleinod erringt, Bestemann oder Besteknecht, hat es in den Jahren zwischen den Schüttenhöfen jeweils am 1. Pfingsttag zusammen mit dem übrigen Komitee in der Kirche im offiziellen Anzug zu präsentieren. Während dieser Zeit sind die vier Fahnen an den Häusern der Würdenträger auszuhängen.
Bei Unterlassung ist eine vom 1. Schützenmeister willkürlich zu bestimmende Strafe fällig.

§ 15
Für den Zustand der Kleinode sind der Bestemann und der Besteknecht allein verantwortlich. Sie haben zudem die Pflicht, dem Kleinod einen Anhänger mit ihrem Namen versehen anzufügen.

§ 16
Der Bestemann und der Besteknecht bewirten ihre Bataillone nach altem Dorster Brauch beim nächsten Schüttenhoff mit Speisen und Getränken.

§ 17
Sollte der 1. Besteknecht zwischen den Schüttenhöfen heiraten, so darf er beim nächsten Schüttenhoff wohl das Kleinod, nicht aber die Fahne tragen und hat sich einen Junggesellenfahnenträger zu suchen. Gleichwohl hat er alle sonstigen Pflichten zu erfüllen.
Bei Heirat des 2. Besteknechts oder eines Schaffers scheidet dieser aus dem Komitee aus. Seine Position wird durch einen Ersatzmann gemäß Schießbuch (Besteknechtscheibe) besetzt. Die Entscheidung obliegt den Schützenmeistern.

§ 18
Es gilt generell: Fällt durch Krankheit, Todesfall oder Wegzug ein Komiteemitglied aus, so entscheiden die Schützenmeister gemäß Schießbuch über die Nachbesetzung freiwerdender Ämter.

§ 19
Der Schüttenhoff wird an den beiden Pfingsttagen sowie am Sonntag nach Pfingsten abgehalten. Er wird ein Jahr vor dem vom 1. Bestemann bestimmten Termin bei der Schirmherrin oder beim Schirmherrn angemeldet. Der Schüttenhoff findet grundsätzlich im Abstand von vier Jahren statt.

§ 20
Diese Schützenordnung ist vor Beginn des Schießens öffentlich zu verlesen und im Schießhaus auszuhängen.

 

Dorste, 3. Mai 2013

Heiko Fette Matthias Wedemeyer
1. Bestemann  1. Schützenmeister

Kleine Geschichte des Dorster Schüttenhoffs

 

 

In diesem Jahr feiert das älteste Volks- und Heimatfest der Ortschaft Dorste sein 275-jähriges Bestehen. Der Dorster Schüttenhoff wird nachweislich seit 1742 durchschnittlich alle vier Jahre ausgerichtet. Lediglich während der Weltkriege und in den Nachkriegsjahren hat es mehrjährige Unterbrechungen gegeben. In diesem Jahr findet am 4. und 5. Juni nunmehr der 68. Schüttenhoff im 275. Jahr statt.

Schüttenhöfe wurden vermutlich bereits viel früher, im 16. und 17. Jahrhundert, in Dorste abgehalten. Aus dieser Zeit sind keine Urkunden erhalten. Das älteste Zeugnis des Dorster Schüttenhoffs ist das Kleinod. Sein ältester Anhänger stammt aus dem Jahr 1742. Dies ist gleichzeitig das Jahr der „Wiederzulassung des Schüttenhoffs“ durch „Seine Königliche Majestät von Großbritannien und Kurfürstliche Durchlaucht von Braunschweig und Lüneburg“ mit der „erneuerten Grubenhagenschen Schützenordnung“.

Die Schützenordnung selbst ist leider nicht mehr im Original erhalten. In der Abschrift von 1844 heißt es in § 9:

   

1742

"Es soll ein jeder Einwohner [...] nicht allein mitschießen, sondern auch sein Rohr mit Zubehör jederzeit fertig und in gutem Stande haben, auch damit exerzieren, auf dass er im Notfall und Aufforderung der gnädigsten Herrschaft und dem Vaterlande zu Dienste sich dessen gebrauchen könne."

Der Name „Schüttenhoff“ lässt sich vermutlich am treffendsten mit dem Begriff „Schützenschau“ ins heutige Deutsch übersetzen: Ursprünglich sollten die vom Landesherrn zur Verteidigung verpflichteten männlichen Einwohner des Dorfes („Schütten“) regelmäßig ihre Wehrfähigkeit und den sicheren Umgang mit der Waffe unter Beweis stellen. Dafür wurde eine Veranstaltung („Hoff“) abgehalten, bei der um das "Beste" geschossen und an deren Ende der beste Schütze („Bestemann“) geehrt wurde. Er durfte anschließend das mit Silberanhängern versehene Kleinod des Schüttenhoffs zu allen kirchlichen Feiertagen öffentlich tragen. Heute trägt der Bestemann das kostbare Kleinod außerhalb des Schüttenhoffs nur noch einmal im Jahr beim Kirchgang zu Pfingsten.

Nach jedem Schüttenhoff erweitert seit jeher der neue Bestemann das Kleinod um seinen persönlichen Silberanhänger, auf dem er seinen Namen, das Wappen seines Berufs und das Jahr des Schüttenhoffs gravieren lässt. Heute befinden sich 69 Anhänger inklusive des ersten Anhängers aus dem Jahr der Wiederzulassung am Kleinod. Diese Vollständigkeit ist in der Region einzigartig, da Kleinodien in Notzeiten regelmäßig verpfändet wurden, um Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Viele Anhänger gingen auf diese Weise in anderen Ortschaften verloren. Silbermünzen, die an Kleinodien anderer Schüttenhöfe zu finden sind, sucht man jedoch am Dorster Kleinod vergeblich. Es ist daher zu vermuten, dass man in Dorste zu Notzeiten vorrangig die Münzen abnahm, um die kostbaren Anhänger zu bewahren.

Für Dorste ist der Schüttenhoff neben dem Vereinsleben vermutlich der wichtigste Stützpfeiler der Dorfgemeinschaft. Frei nach Goethe könnte man sagen, dass es der Schüttenhoff ist, der das Dorf in seinem Inneren zusammenhält. Zu den Festtagen am Pfingstsonntag und -montag finden sich viele Gäste sowie besonders viele ehemalige und gebürtige Dorsterinnen und Dorster ein, die den Ort vor allem aus beruflichen Gründen verlassen haben. Bereits Monate vor dem Fest finden die Einwohnerinnen und Einwohner zusammen, um die Vorbereitungen zu treffen:

  • Die Anwohner der Straßen bauen Festwagen, mit denen sie unter einem historischen oder ganz aktuellen Motto den großen Festumzug bereichern.
  • Eine Handvoll junger Männer, die traditionell den Auftrag haben, das Fest und insbesondere den Festumzug in seinem Ablauf zu stören, die sog. „Buren“, konstruieren unter der Anleitung ihres "Häuptlings" über ein Dutzend phantasievolle Barrikaden aus Holz, Stein und Eisen.
  • Die sog. „Zimmerleute“ üben den Umgang mit der Axt, damit sie die Barrikaden der „Buren“ rechtzeitig aus dem Weg räumen können, bevor der Festumzug zum Stehen kommt.
  • Alle unverheirateten jungen Männer exerzieren wöchentlich, um im Festumzug als „Junggesellen-Bataillon“ mit Gehstock und Zylinder mitzumarschieren.
  • Die vier „Ärzte“ und „Sanitäter“ füllen in Hunderte von Fläschchen „Medizin“ ab, um damit „erkrankten“ Festteilnehmern bei Bedarf helfen zu können.
  • Das achtköpfige Komitee organisiert den Festablauf und insbesondere das Schießen auf die Bestemann-Scheibe. Geschossen wird übrigens nicht mehr mit Rohr, Muskete oder Karabiner, sondern mit dem Kleinkaliber-Gewehr auf einem 50m-Schießstand. Dabei zählt der beste von drei Schüssen.

Schüttenhoff - ein Fest mit langer Tradition und mit großer Bedeutung für das Dorf.